30. Dezember 2007

Vorschau 2008

Geld: Ein Ende im Tarifstreit zwischen GDL und Bahn? Der Euro wird einen neuen Höchstpreis zum US-Dollar erreichen. Was sonst? Kraftstoffe werden auch nicht billiger. Warum auch?
Verboten: Es gibt dann Umweltzonen, in denen Autos nur noch fahren dürfen, wenn vorher eine grüne, gelbe oder rote Plakette für das Auto käuflich gegen Einmalbeitrag erworben wurde (Stichwort: Feinstaub). Nun endlich ein Rauchverbot in Kneipen, Restaurants und öffentlichen Einrichtungen.
Politik: In den USA ist am 4. November Präsidentschaftswahl. Egal was dabei raus kommt, die Welt wird in jedem Fall besser! Aber immer noch wird es radikale Islammisten geben. Leider!
Sport: Olympia in Peking wird bestimmt spannend und ganz groß. Die (unsportliche) Tour de Franc, die keiner mehr mag. Und Deutschland wird Europameister im Fußball.

Und sonst ... vielleicht noch einen Oscar für einen deutschen Film? Vielleicht wird Deutschland kinderfreundlicher? Irgendwo in der Welt wird es wieder ein unfassbare Naturkatastrophe geben. Die Arbeitslosenzahl in Deutschland wird sinken, aber es wird auch mehr Hartz-IV-Empfänger geben.

366 Tage
- 2008 ist ein Schaltjahr.

KEINOHRHASEN

Zum Schluss des Jahres noch mal im Kino gewesen und eine "romantische Liebeskomödie" gesehen. Allein schon wegen Nora Tschirner ein sehenswerter Film in jeder Hinsicht. Gelacht habe ich reichlich und herzlich. Denn, es fällt mir kein Film ein, in dem die Schauspieler sich nur selbst spielen mussten. Natürlich in der Rolle als Schauspieler. Neben den Protagonisten Till Schweiger und Nora Tschirner eine tolle Besetzung. Deutsche Kinofilme haben eben einiges zu bieten! Filmmusik macht einiges aus, wie auch in diesem Film. Sentimental, emotional, lustig.
Ach und der Titel: KEINOHRHASEN. Die gibt es nicht im wirklichen Leben, genauso wie ich wohl nie von Nora zum Essen bei Nordsee eingeladen werde. Aber KEINOHRHASEN können durch die Nase hören!

28. Dezember 2007

Koriander

Wer "Koriander" googelt, findet dieses Wort im deutschen mehr als 1.210.000 mal. Falsch geschrieben als "Koreander" gibt es 32.600 klicks!
In der südamerikanischen Küche ist Cilantro ein muß und ein wunderschönes Geschmackserlebnis an vielen Speisen.

... "Dorade an Cilantro und Salsa tomate" als 3. Gang des diesjährigen Weihnachtsessen mit Sue und Florian ;-)

Café Mercantil, Inca


Weihnachten auf Mallorca



Wenn reife Orangen von den Bäumen fallen, am Airport von PMI an vielleicht 10 Gates nur ein Flieger steht und die Sonne gute 16 Grad zur Mittagszeit produziert, dann ist Weihnachtszeit auf Mallorca. Erschreckend schön können die leeren Ferienorte und Strassen sein. Erholsam und ruhig, nicht von Pizza essenden, sonnenverbrannten Urlaubern umgeben zu sein. Sympathisch und beruhigend, auf dem Markt und überall Mallorquiner zu treffen.

...

18. Dezember 2007

München

... Nähe der Maximilianstrasse

Was für ein Gesicht hat München? Ist es eine Weltstadt? Brezel und Weißbier gibt es so gut wie überall. In den Restaurants gibt es eine gute bürgerliche Küche mit großen Portionen. Neben den Kaufhäusern sind immer noch eine ganze Reihe von richtigen Fachgeschäften zu finden, im Gegensatz zu Berlin. Doch was ist es, was die Stadt ausmacht? In der Altstadt lässt es sich gut bummeln, entlang alter Häusern und in Passagen, oder im englischen Garten. Aber der Rest der Stadt, dort wo die Menschen wirklich wohnen und leben, wirkt auf mich sehr kleinstädtisch und Kulturlos. An manchen Ecken sogar wie auf einem großen Dorfanger mit Kirche. Mir scheint, als würde jeden Tag in München der gleiche sein.
Merkwürdig war der Weihnachtsmarkt im englischen Garten. Er war so schmucklos und unromantisch. Die Händler an ihren Ständen konnten nicht wirklich etwas bieten. Es wollte keine echte Adventstimmung aufkommen. Vielleicht, weil es auch keinen richtigen Weihnachtsbaum gab und der Markt in einer einzigen langen gelben Lichterkette erschien(?). Einzig auffallend war, das alle Menschen in schwarzen Mänteln und Jacken unterwegs waren. Das Kinderkarussell war der einzige Lichtblick. Lies er Kindheitserinnerungen an frühere Weihnachtsmarktbesuche aufkommen.

Salzburg

Salzburg war ganz anders. In der Altstadt ein wunderschöner Weihnachtsmarkt, auf dem es unheimlich viele schöne Dinge gab. Weihnachtsbaumschmuck und Weihnachtsdekorationen in großer Vielfalt zu vernünftigen Preisen. Nach Glühwein und Gebäck duftende Stände in einem schönen Ambiente. Die Stadt ist immer voller Touristen von überall her, aber überwiegend Italiener und Deutsche. Hier ist noch einiges traditionelles Handwerk zu finden. Es gibt eine große Auswahl an kleinen, manchmal schon sehr alten, Kaffeehäusern mit Konditorwaren.
Ein kleines gastronomisches Erlebnis ist das Carpe Diem Finest Fingerfood.
Ein räumliches Erlebnis zwischen Restaurant, Café, Bar und Lounge.
Die Bedienung im cremfarbenen sportlichen Outfit lässt das Ganze auch wie auf einem Oberdeck eines Luxusliners erscheinen, welches über eine geschwungene Holztreppe zu erreichen ist. Die Preise sind fair und die Karte gibt einige Überraschungen her. Einmalig in der Welt, weil nur hier zu bekommen, sind die Waffelteigcone, in denen nicht nur Eis serviert wird! Dennoch habe ich mich für einen Mohngugelhupf entschieden.

23. November 2007

Lea-Sophie

Sie ist nur 5 Jahre alt geworden. Als sie starb, wog sie noch 7 Kilo. Sie ist verhungert und verdurstet!

Der Bürgermeister von Schwerin ist Norbert Claussen. Und der meinte heute dazu, seine Mitarbeiter vom Jugendamt hätten "eine subjektiv richtige Entscheidung getroffen, die am Ende objektiv falsch war". Wie bitte??? Habe ich was an den Ohren?
Das ist ja unfassbar. Es ging hier nicht um eine Entscheidung irgendeiner Sache. Es ging um einen Menschen, der sich nicht verteidigen konnte und deshalb besonders schutzwürdig ist!

Dann gab es heute noch folgende Nachrichten:
  • Millionärsmesse in Moskau; dort leben 80.000 Millionäre (achtzigtausend)
  • EM-Aus kostet England Milliarden; denn das englische Fußball-Team hatte die EM-Qualifikation gegen Kroatien mit 2:3 verpatzt. Es wird ein Schaden für Sport- und Fanartikelhersteller sowie den Einzelhandel erwartet.
  • Der Euro kratzt an der 1,50 Dollar Marke mit einem Höchstand von 1,4966 Dollar. Nur: Airbus verkauft seine Flugzeuge zum Dollar-Preis.
  • Das Euro-Paradies liegt in New-York, weils da jetzt Markenwaren viel billiger gibt.
  • Und im Vatikan wird es ein neues Gehaltssystem geben, denn es wird Hingabe an die Arbeit, korrekte Ausführung, Professionalität und Produktivität bonifiziert.
Noch Fragen an das Volk?

18. November 2007

lesen

Feuerland, geschrieben von Francisco Coloane - enthält Geschichten von Goldsuchern, Gauchos und all jenen, die irgendwann auf der Suche nach Glück und Reichtum auf der Insel gelandet und gestrandet sind. Das Buch macht nicht nur neugierig auf dieses Stück Land am Ende der Welt, welches nicht nur aus Pampas besteht. Es entfacht Sehnsucht danach. Es macht mich süchtig nach Feuerland.

Ein weiteres Buch aus Lateinamerika ist Geschichten von verheirateten Männern. Marcelo Birmajer schreibt Erzählungen über Frauen, Männer und die Frage, warum es so schwierig ist, die Liebe zu finden, und so leicht, sie wieder zu verlieren.
Mein spanisch ist etwas holprig. Als ich einer Chilenischen Freundin von dem Buch erzählte, erwähnte ich als Titel "Historias de hombres cansados" statt "Historias de hombres casados". Cansado heißt: "... von müden Männern". Wir haben schön gelacht. Aber ist das nicht irgendwie das gleiche?

17. November 2007

en la cama










Ein Blick, eine Berührung, eine unvergessliche Begegnung ... en la cama.
Ein Film aus Chile, der gerade im Kino läuft. Genial gemacht nicht nur, weil die ganze Filmlänge sich alles nur in einem Raum abspielt. In einem Zimmer des Motel Cozumel, Sie und Er "im Bett" und sonst niemand ist im Film zu sehen. Wunderschön die Kameraführung über die ganze Zeit.
Lebt der Film von einem Traum, den ich als Zuschauer mindestens einmal selbst gehabt habe. Schaue ich doch die meisten Filme nur, als Ersatz einer Illusion, und um dieser näher zu sein. Lesenswert ist im übrigen die Filmkritik von Christian Funke. Die Namen der Schauspieler Blanca Lewin und Gonzalo Valenzuela und des Regisseurs Matías Bize werde ich mir merken. Es war mit Sicherheit nicht der letzte Film, den es von ihnen in Deutschland zu sehen gab.