29. August 2007

Salumeria Culinario


Neulich war das Essen im Toca Rouge eine Enttäuschung. Der Rucola Salat war nicht frisch und das Black Honey schmeckte sogar nach Fischfond. Warum auch immer. Deshalb Es musste unbedingt noch ein Dessert her, um so den Abend genüsslich zu retten. Wenigstens mit einen guten Espresso.
Nicht weit entfernt liegt die Salumeria Culinario. Italienische Feinkost gibt es dort zu kaufen oder zum gleich essen. Und damit ist alles leckere gemeint, was der Gaumen von der italienischen Küche kennt. Hier war auch dass den Abend krönende Dessert zu finden. Panna Cotta mit Waldbeerensauce und Feigen sowie Creme Caramel mit Pfirsichscheiben wurde bestellt und prompt serviert. Zu so später Stunde war die Bedingung immer noch bei bester Laune. Die wussten einfach, dass Sie uns was gutes tun. 1A das Ganze. Mehr ist nicht zu sagen. Demnächst gilt es, den "Rest" der Karte zu studieren und zu probieren. Ein Fall für Wiederholungstäter?

13. August 2007

Weltlinkshändertag

Heute, am 13. August ist Internationaler Linkshändertag. Aha.
Den bemerkenswerten Tag gibt es seit 1976 und er wurde von Dean R. Campbell (Kansas, USA) ins Leben gerufen. Er war Gründer der Organisation "Lefthanders International". Linkshänder waren Jack the Ripper und Ronals Reagen. Pablo Picaso, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Nietzsche schrieben mit links. Und Bill Gates, Bill Clinton, Gerhard Schröder und Johannes B. Kerner tun es auch. Als wahrscheinliche Ursache für die Linkshändigkeit gilt eine angeborene rechtshemisphärische Hirnhemisphärendominanz.
Wieder was gelernt.

6. August 2007

schmeckt! schmeckt!

Blaubeerenkuchen mit Grüntee gebacken, schmeckt! Selbst gebackene Kuchen gibt es in kleiner leckerer Auswahl bei Goldhahn & Sampson am Helmholtzplatz in Berlin. Zum gleich essen oder auch zum mitnehmen. Dazu Cappuccino, natürlich mit bester Espressobohne gemacht ...
In diesem Geschäft gibt es Lebensmittel, Getränke, Kochbücher und Kochutensilien vom Feinsten. Das Sortiment ist in Raumecken einsortiert, deren Ausstattung, Farben und Details allein schon ein Genuss sind. Mitten im Raum steht ein Tisch mit gut sortierten Büchern, rund ums Essen und Kochen. In einem alten hohen Fensterrahmen ist ein Regal eingearbeitet. Verweilen und Essen kann man auf Kissen drinnen und draußen.
Es ist eines der Lebensmittelgeschäfte, in die ich gern zum Einkaufen gehe, weil es frische und lecker Sachen gibt . Aber auch jedes mal wieder eine neue lecker Entdeckung zu finden ist. Beratung und Tipps zu diesem und jenem gehört mit dazu. Schön zu lesen ist im übrigen auch die Homepage des Geschäfts. Da kann sich jeder ein Bild von der schönen Innenausstattung machen.
Ach ja, Der mit Grüntee gebackene Kuchen ... Hier ist japanischer Grüntee gepulvert für den Teig verwendet worden. Der Kuchenboden schmeckt herrlich locker und frisch. Für den Kuchen selbst ist nicht so sehr viel Zucker verwendet worden und auch keine Mengen an Guss über die Beeren geleckt. Dadurch ist der Eigengeschmack der Hauptzutaten wunderbar erhalten. Schmeckt eben!

31. Juli 2007

Bestellliste für Auspuffflammen

Die alte deutsche Rechtschreibung gehört ab morgen zur Vergangenheit. Denn morgen ist der 1. August 2007 und es darf nur noch in der neuen deutschen Rechtschreibung geschrieben werden. Denn die Übergangsfrist, in der beides erlaubt war, ist dann vorbei. Dann gilt unter anderem: "Nach einem kurzen Vokal wird ß mit ss geschrieben". So bei: Schloss, Fass, Missverständnis und der Konjunktion "dass".
Interessant zu lesen und sehr zu empfehlen ist der Duden-Newsletter. Bringt er kurz und prägnant regelmäßig interessante Erklärungen zur richtigen Schreibweise aber auch zur Herkunft verschiedener Wörter und Redewendungen.

30. Juli 2007

ZEIT gehabt

Deutschlandurlaub - Teil IV

Tag 3 (5) des Urlaubs. Angekommen? Na ja, die Kinder schlafen schon ein wenig länger. Um 10 nach 10 der unnütze Selbstvorwurf, schon wieder den Tag zu verplempern ... Zum Frühstück herrlich leckeren Wildlachs aus Irland (geräuchert, Bio), am Tag zuvor im Hofladen für 2 statt 4,99 EUR erstanden, mit Meerrettich verspeist. Dabei genüsslich auf dass für morgen geplante Rührei gefreut. Welch ein Genuss. Das Sonnensegel in die 3. Position gebracht, damit niemand über die Spannseile stolpert und eine optimale Schattenausbeute erzielt wird.
Eine Stunde später am See: Ein junges Paar liegt auf einer Decke von Tchibo. Dieselbe Decke habe ich auch. Beherrscht Tchibo unser Leben oder ist alles nur „Marke“? Sie haben sich den Tagesspiegel mitgebracht. Ich schiele nach dem Leittitel auf Seite 1. Kann ihn aber doch nicht lesen. Es ist so, wie, wenn ich nicht in Europa bin. Die deutsche Kleinstaaterei und Politik ist so was von weit weg. Gut so! Habe hier ja auch kein Radio und kein Fernsehen. Brauche auch keine Tageszeitung. Wenn ich keinen Urlaub habe, lese ich die ja schließlich auch nicht.
Endlich komme ich dazu, das ZEITmagazin Leben Nr. 29 (12. Juli 2007) zu lesen. „Habt Ihr denn gar nichts anzuziehen? Doch! Die Mode der deutschen“ steht auf der Titelseite. Und die Rückseite? Printwerbung von stilwerk ... Zu sehen sind, ein weißer Tisch, drei weiße Stühle, so kantig und klar in der Form, dass sie als ästhetisch schönes Design durchgehen können. So jedenfalls mein Empfinden. Im Hintergrund ist eine schwarze Küchenmöbelzeile zu sehen. Auf dem Tisch große weiße Teller auf der selbst die Reste der Soßen als ordentlich angeordnet bezeichnet werden können. Es sieht alles „nach einem spät gewordenen Abend“ aus. Selbst die Apfelschorle ist nicht Apfelsaftfarben, sondern Cognacfarben. Obwohl es eindeutig Apfelsaft ist. Eine Prosecco Flasche unterm, drei (!?) Drahtverschlüsse auf dem Tisch. Aber in den kantigen Weingläsern farblich eindeutig die Reste von rubinroten bis granatroten Wein. Fast kann ich „die ZEIT Genussedition Toskana von Seite 13. "Slowenische Eiche und französisches Barriques" Montepulciano von Seite 13 kann ich riechen. Eine nicht aufgegessene, mit der Gabel aufgespießte Entenbrust in Rotweinsoße liegt auf einem der Teller. Eine weiße Tulpe in einer runden schwarzen Vase mit geschlungenem Hals. Die übrigen 9 weißen Tulpen liegen hinten auf der schwarzen Küchenzeile. Fast versteckt, sehr unscheinbar zwei gelbe Dosen mit roten Tomaten drauf. In der Mitte ein Auberginenfarbenes Handy, aufklappbar, Motorola. In der Fußnote ist zu lesen: stilwerk – der „Markplatz“ für Einrichtung, Design und Lifestile in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Stuttgart. Mein Fazit: Die Küche, so wie sie den letzten Abend spät verlassen wurde, nach angeregten Diskussionen, ist genauso schön und kaufenswert, wie die Titelseite. Eben Marktwirtschaft. Schwarz Weiß, die edlen Farben der Deutschen, die aus reiner Dekadenz die taz nicht im Abo, sondern im Einzelkauf erwerben und Donnerstags noch die ZEIT dazu.
Nachsatz: Journalistisch schön geschriebene Artikel, voller Geist und Anstoß zum Nach-/denken. Ist auch alles irgendwie stilwerk. Oder nicht? Ins stilwerk gehen ist, wie gut Essen gehen, ist wie ZEIT lesen.
Nachtisch: Neue Deutsche Meister (Seite 15). Für Kleidung geben die Deutschen mehr aus als die Franzosen. Trotzdem gilt Deutschland noch als modisches Entwicklungsland [Tillmann Prüfer]. Ist es, weil die Franzosen dafür lieber Essen gehen und dafür auch mehr ausgeben? Was dem Deutschen sein abgepacktes Toastbrot für 99 Cent oder weniger, ist dem Franzosen sein Baguette für 2 EUR oder mehr. Die Mieten in Berlin niedriger als die in Paris sind? Gibt es in Deutschland eigentlich mehr H&M als anderswo? Bleibt die Frage, kaufen Deutsche mehr „Marke“ oder einfach nur mehr.

22. Juli 2007

Beachbar Oderberg

Deutschlandurlaub - Teil III


... gesehen am Ortsausgang von Oderberg (bei Eberswalde) ...

Das ist die Antwort auf die vielen Berliner Beachbars an der Spree. Die Bistro, Beach & Cocktailbar in Oderberg. 2 Strandkörbe da, wo früher Autos an der Zapfsäule standen. Die "Zapfsäule" ist jetzt drin, an der Theke. Sprit gibt’s also immer noch, nur nicht für Autos. Das hat was, so wie es da steht. Ein Platz auf der "Terrasse" garantiert den Blick auf einen schönen Sonnenuntergang über einem Feld.

In Oderberg gibt es in der Kieslinger´s Kaffeestube ein sehr leckeres Eis. Interessant dabei ist, dass sich die Eiskonditorei in einem alten Kino befindet. Leider ist davon heute nichts mehr zu sehen. Die Kugel Eis ist im übrigen für 50 Cent zu haben.

Sonnensegel und Moskitos

Deutschlandurlaub Teil II

Am Montag „mussten noch wichtige Dinge“, die unverzichtbar für einen perfekten Urlaub sind, käuflich erworben werden. Einen Obstpflücker [an der Rezeption steht ein Mirabellenbaum], eine Harke [ich muss den Rasen mähen, weil die Campingplatzverwaltung dies so wünscht] und ein Sonnensegel.
Es ist genau die richtige Zeit, zu Beginn des Sommerurlaubs im Sommerschlussverkauf des nächst gelegenen Baumarktes all die schönen Dinge fürs Leben zu erstehen. Das Sonnensegel: 4 x 4 m Fläche, 2 Stangen 3 m Stangen, 4 Seile, Teracotta, Aufbauanleitung, UV-Faktor 40, alles für 19,99 EUR statt 29,99 EUR; Made in China. Prima.
Sonne muss sein, aber bitte nicht zu heiß, weil sonst die Butter schmilzt und der Käse weich wird und nicht mehr schmeckt. Warum schützen Sonnensegel nicht gleich auch vor Wespen und Mücken am Frühstückstisch? Eine Plage, die dazu gehört, wenn Brötchen mit Honig oder leckeren Konfitüren genüsslich im Schatten des Sonnensegels gegessen werden.

Mücken sind eigentlich Stechmücken, die scheinbar nicht auszurotten sind und denen Erderwärmung und sonstige Klima- und Umweltbelastungen nichts anhaben können. Denn es gibt sie seit 170 Millionen Jahren. Australier nennen die kleinen Fliegen Moskitos bzw. liebevoll Mossies [Moskito = australisch englisch: Mossies, amerikanisches englisch: Mozzies].

Haupturlaub

Deutschlandurlaub - Teil I

Mein Jahresurlaub hat begonnen. Seit vielen Jahren verbringe ich ihn mal wieder in Deutschland. 14 Tage. Eigentlich sogar 16 Tage. Denn, dass den Urlaub beginnende Wochenende zählt nicht mit. Also (nur) 14 Tage. Es ist schließlich für die „Anreise“ reserviert und zum „zum runter- und ankommen“ gedacht. Und Jahresurlaub ist ja auch nicht ganz richtig. Denn Jahresurlaub habe ich insgesamt 30 Tage. Nur ist das jetzt gerade mein Haupturlaub für dieses Jahr. Haupturlaub sagt nur keiner.


Am Montag ging es richtig los. 39 Grad im Schatten, gefühlte 40 Grad. Im Radio sprechen sie vom wärmsten Tag seit irgendwann und überall in Deutschland. Und für Freitag ist eine Temperatur von „für die Jahreszeit zu kalt“, zu erwarten. Am Wochenende war ein junges Paar taz-Abo-Leser am „Strand“. In der taz gab es wohl einen Artikel, der genau beschreibt, wie viel CO2-Verbrauch, was genau im Leben produziert. Ein Flugzeug, ein Auto, eine Bahnfahrt, eine Fahrradfahrt. Sie rechnen beide aus, das zu viert Auto fahren soviel wie einmal Bahn fahren ... das geht mir dann doch zu weit ... wahrscheinlich haben Sie sich dieses Wochenende für das zu viel CO2 verbrauchende Transportmittel entschieden. Es wird nicht mehr lange dauern. Es kann sich nur um Wochen handeln. Dann wird Tchibo den CO2-Messer für den Familiengebrauch zum Preis von 27,99 EUR verkaufen. Erhältlich in 2 Farben und mit praktischer Tasche. Den CO2-Messer werden die Deutschen erfinden! Die Chinesen werden ihn selbstverständlich bauen. Jedenfalls für TCM, die Hausmarke von Tchibo.

5. Juli 2007

Helmut Schmidt


Die ARD brachte "Helmut Schmidt außer Dienst".
Längst hat er "das Durchschnittsalter der Deutschen überschritten", raucht nur nicht an Orten "wo es feuerpolizeilich verboten ist" ... also überall. Er darf das! Trägt den 4. Herzschrittmacher und lässt mit seinen Analysen und Prognosen nicht locker. Transatlantiker. Befreundet mit Henry Kissinger ..."ich habe noch nie gehört, dass er jemand mit Du anredet". "Staatsmännig" spricht er - als Hamburger - mit spitzen st. Kennt seine Frau Loki seit dem 10. Lebensjahr. Loki: "die Ehe besteht aus 2 Menschen". Eine tolle Frau. Eine Ehe seit über 60 Jahren, die es in meiner Generation so nicht mehr geben kann und wird. Sein Vorbild ist der römische Kaiser Marc Aurel, ein Philosoph.
spiegel.de hat eine Einschätzung des Features im Vorfeld gebracht. Ich verstehe und stimme dem zu, wie es Theo Sommer (Die Zeit) sagt: "...ein Mentor der Nation, die politische Klasse hat sich die Ohren verstopft ..."

Nachtrag vom 5. Februar 2008: Heute hat der von
Sandra Maischberger und Jan Kerhart gemachte Film in der Sparte "Beste Unterhaltung" eine goldene Kamera erhalten!

3. Juli 2007

Madrilenen

in der Calle Escalinata ...
auf der Calle de Alcalá ...
in der Lagasca ...